Betreuungsziele der Klienten*innen werden in der individuellen Teilhabeplanung festgelegt. Häufig formulierte Ziele sind die Stabilisierung der Suchtmittelabstinenz sowie die soziale und schulische/berufliche Wiedereingliederung.
Bereits vor der Aufnahme wird mit der Klientin/dem Klienten ein individueller Hilfe- bzw. Teilhabeplan auf der Grundlage des persönlichen Hilfebedarfs erstellt. Dieser wird im Verlauf des Aufenthaltes regelmäßig überprüft und ggf. ergänzt.
Die im Folgenden exemplarisch aufgeführten Behandlungsziele werden durch entsprechende therapeutische oder begleitende Angebote unterstützt:

Erarbeitung von Strategien zur Abstinenzsicherung, Sensibilisierung für suchtauslösende Situationen, Rückfallbearbeitung

Tages- und Wochenplanung, Vor- und Nachbereitung von Behördengängen und Gerichtsterminen, bei Bedarf Begleitung zu Ämtern und Behörden, Anleitung beim Umgang mit Geld, Anleitung zur Haushaltsführung und Selbstversorgung, Schuldnerberatung

Bearbeitung individueller Themen wie z.B. Missbrauchserfahrung, von Kriminalität geprägte Vorerfahrungen, Gewalterlebnisse als Täter oder Opfer, Aufarbeitung belastender Erlebnisse und Beziehungen sowie Vor- und Nachbereitung von Besuchen in der Herkunftsfamilie, Gespräche mit Angehörigen, Begleitung und Hilfestellung während Krisen

Spiegelung und Reflexion des eigenen Verhaltens, Erarbeitung und Erprobung neuer Verhaltensmuster

Hilfestellung bei der Berufsfindung und Entwicklung einer realistischen Be-rufsperspektive, Information und Beratung über bestehende Bildungs- und Ausbildungsangebote, Zusammenarbeit mit Schul- und Ausbildungsträgern

tragfähigen sozialen Kontakten, Verbesserung der Kontaktfähigkeit, Hilfestellung bei sozialer Neuorientierung

Anregung, Planung, Durchführung von Freizeitaktivitäten, Informationen über bestehende Freizeit- und Sportangebote

Informationen über schwerwiegende Suchtfolgeerkrankungen wie AIDS oder Hepatitis C, Informationen zur gesunden Lebensführung, Beratung in sozialrechtlichen Fragen

Intensive Begleitung in der Ablösungsphase, administrative Hilfestellungen bei der Wohnungssuche, Kontakte zu Wohnungsträgern und Maklern, Absicherung bisher erreichter Fortschritte in der Schul- und Berufsausbildung, kontinuierliche Förderung einer zufriedenstellenden Freizeitgestaltung

Aufbau bzw. Wiederaufnahme von kontinuierlichen Kontakten, Beratung in wichtigen Erziehungsfragen, bei Bedarf Hilfestellung bei der Vermittlung von Fachdiensten wie Erziehungsberatungsstellen, Jugendamt etc.

 

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